Künstler*in: Granit
Die Gránit-Werke befanden sich im Stadtteil Kispest im Süden von Budapest und waren vor allem für Haushaltskeramik, Geschirr und Gebrauchskeramik bekannt. Zeitweise zählten sie zu den größten Feinkeramikproduzenten Europas.
Ursprung in der Budapest-Szentlőrinci Ziegelei, die ab 1920 mit Keramikexperimenten begann.
1922 Gründung als Porcelán-, Kőedény- és Kályhagyár Rt.
Serienproduktion ab 1924
Schwerpunkt: robuste, preiswerte Alltagskeramik für breite Bevölkerungsschichten
Die Marke „Gránit“ wurde schnell zum Synonym für langlebiges Haushaltsgeschirr in Ungarn. Zusammenarbeit mit Künstlern und Industriedesignern. Bevor Eva Stricker nsch De uschland (Hamburg ) ging, entwaef sie mehrere Geschirrserien für Granit.
Starkes Wachstum in den 1930er-Jahren
Typisch: klare Formen, funktionales Design, moderne Dekore
Die Produkte waren im Alltag weit verbreitet – vom Teller bis zur Kaffeekanne
1948 Verstaatlichung der Fabrik
Eingliederung in die staatliche Feinkeramikindustrie
Export über staatliche Außenhandelsunternehmen
In den 1960er-Jahren bewusste Aufwertung:
farbige Glasuren
dekorative Serien
Beteiligung an nationalen Design- und Kunsthandwerksausstellungen
Trotz Massenproduktion spielte Gestaltung weiterhin eine wichtige Rolle.
Nach 1990 Probleme durch:
Wegfall staatlicher Aufträge
internationale Konkurrenz
1998/99 Einstellung der Produktion
Das Werksgelände wurde später teilweise neu genutzt