Künstler*in: Clement Massier
Lebensdaten: 1844–1917
Die Familie Massier war eine Keramikerdynastie aus Vallauris und spielte eine zentrale Rolle bei der Wiederbelebung der dortigen Keramik im 19. Jahrhundert.
Der wichtigste Vertreter war Clément Massier (1844–1917). Er entwickelte die Werkstatt seines Vaters weiter und gründete 1883 eine eigene Manufaktur in Golfe-Juan. Durch geschickte Standortwahl, Katalogvertrieb und internationale Kontakte wurde sein Unternehmen wirtschaftlich sehr erfolgreich.
Besonders bekannt wurde Clément Massier durch die Entwicklung von irisierender Keramik mit metallischen Glanzeffekten. Für diese Innovation erhielt er auf der Weltausstellung 1889 eine Goldmedaille. Auch sein Mitarbeiter Dominique Zumbo wurde für Weiterentwicklungen dieser Technik ausgezeichnet.
Künstlerisch arbeitete die Manufaktur mit namhaften Gestaltern zusammen, darunter Lucien Lévy-Dhurmer, der mehrere Jahre künstlerischer Leiter war.
Nach Clément Massiers Tod führten Familienmitglieder die Betriebe weiter. Die Produktion bestand sowohl aus kunstvollen Fayencen als auch aus Gebrauchs- und Architekturkeramik. Die letzten Betriebe der Familie schlossen im Jahr 1990.