Künstler*in: Lötz Witwe
Die Glasmanufaktur Johann Lötz Witwe in Klostermühle (Böhmen, gegründet 1836) war eine der bedeutendsten Produzentinnen von Jugendstil-Glas weltweit. Bekannt für irisierendes Kunstglas (Phänomen-Dekor), ähnlich wie Louis Comfort Tiffany, prägte sie um 1900 maßgeblich das Design, oft in Zusammenarbeit mit der Wiener Werkstätte.
Nach dem Tod von Johann Lötz im Jahr 1848 übernahm seine Witwe, Susanne, die Hütte, woraufhin der Name „Johann Loetz Witwe“ entstand.
Ab den 1890er Jahren produzierte die Hütte unter Maximilian Ritter von Spaun (Enkel der Witwe) weltberühmte, iriserende Glasarten wie „Phänomen“, „Papillon“ und „Candia“.
Es wurden Stücke für Künstler wie Josef Hoffmann und Koloman Moser gefertigt.
Die Fabrik befand sich in Klostermühle (Klášterský Mlýn), heute Teil von Rejštejn in Tschechien.
Nach dem Ende der Donaumonarchie hatte die Glasmanufaktur schwierige Zeiten mit verringertem Personal. Das Ende kam mit der Aussiedlung der deutschen Bevölkerung
im Jahre 1945.