Künstler*in: Ingeborg Lundin

Lebensdaten: 1921–1992

Kurzbiographie

Ingeborg Lundin (1921–1992) war eine wegweisende schwedische Glaskünstlerin, die als erste Designerin der renommierten Glashütte Orrefors (ab 1947) Berühmtheit erlangte. Sie gilt als Schlüsselfigur des skandinavischen Glasdesigns der Nachkriegszeit.

Lundins Entwürfe zeichnen sich durch Schlichtheit, Leichtigkeit und eine innovative Formensprache aus:
Ihr wohl bekanntestes Werk ist die mundgeblasene, apfelförmige Vase aus dem Jahr 1955. Sie gewann 1957 die Goldmedaille bei der Triennale in Mailand und gilt heute als Ikone des modernen schwedischen Designs.
Lundin nutzte meisterhaft die komplexe „Ariel“-Technik, bei der Luftblasen in das Glas eingeschlossen werden, um grafische oder figurative Muster zu erzeugen (z. B. die Serie „Faces“).
Nach ihrem Abschied von Orrefors 1971 arbeitete sie in den 1990er Jahren nochmals für die Glashütte Målerås.