Künstler*in: Renée Sintenis
Alias: Renate Alice Sintenis
Lebensdaten: 1888–1965
Geburtstag: *20.03.1888, Glatz / Schlesien, Polen
Todestag: †22.04.1965, Berlin, Deutschland
Nationalität: Deutscher
Geschlecht: Weiblich
Funktion: Bildhauerin
Renée Sintenis (eigentlich Renate Alice Sintenis, 20. März 1888 in Glatz/Schlesien, heute Kłodzko in Polen; † 22. April 1965 in Berlin) war eine deutsche Bildhauerin, Medailleurin und Grafikerin und zählt zu den bedeutenden Künstlerinnen der Weimarer Republik.
Sie wuchs in Neuruppin auf und zog später mit ihrer Familie nach Berlin. Schon früh interessierte sie sich für Kunst und begann ein Studium der dekorativen Plastik an der Kunstgewerbeschule in Berlin, das sie jedoch vorzeitig abbrechen musste. Später arbeitete sie als Modell für den Bildhauer Georg Kolbe und begann eigene plastische Arbeiten zu schaffen.
In den 1920er-Jahren wurde Sintenis zu einer der bekanntesten Bildhauerinnen Berlins. Besonders berühmt wurden ihre kleinformatigen Tierplastiken, Porträts und Sportlerfiguren. 1931 wurde sie als eine der ersten Frauen in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie wegen ihrer teilweise jüdischen Herkunft aus der Akademie ausgeschlossen und ihre Werke durften kaum noch öffentlich gezeigt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sie ihre künstlerische Arbeit fort und erhielt mehrere Auszeichnungen.
Besonders bekannt ist ihre Skulptur des „Berliner Bären“, der seit 1951 als Trophäe der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) verliehen wird. Renée Sintenis starb 1965 in Berlin und gilt heute als eine der wichtigsten deutschen Bildhauerinnen des 20. Jahrhunderts.