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Zeichner*in (Ausführung): Daniel Braches (unbekannt)

Kupferstecher*in (Mitarbeit): Johann Gerhard Huck (1759–1811)

Beschreibender Titel: Vogelschauplan der Stadt Krefeld

Datierung: 1787 (Herstellung)

Eigentümer*in: Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré-Sammlung, Kleve

Typ: Kunstwerk

Gattung: Graphik

Inventar Nr.: SAK 1028

Zugangs-/Erwerbungsdatum: 1982

Katalogtext

Daniel Braches, der Zeichner dieses Vogelschauplanes, arbeitete wohl für den von 1782 bis 1803 in Krefeld tätigen Baumeister Martin Leydel (Poppelsdorf bei Bonn 1747–1817 Aachen). Dieser und sein Bruder Michael Leydel (Poppelsdorf bei Bonn 1749–1782 Krefeld) waren die führenden Architekten des Klassizismus in Krefeld, die im Auftrag der Krefelder Seidenfabrikanten Friedrich, Johann und Conrad van der Leyen arbeiteten. Der Stecher Johann Gerhard Huck, ein Schüler der Düsseldorfer Akademie, hatte schon für Lambert Krahe an dem Katalog der Düsseldorfer Gemäldegalerie mitgewirkt.

An diesem Plan lassen sich die baulichen Erweiterungen ablesen, die Krefeld im Laufe des 18. Jahrhunderts erfahren hatte. Insgesamt erlebte die Stadt in ihrer Geschichte sieben Auslagen. Bis zur ersten im Jahre 1678 bestand der unregelmäßige rechteckige Grundriss der mittelalterlichen Stadt. Seit 1702, als Krefeld unter preußische Herrschaft kam, wurden 1711, 1738, 1752 und 1766 weitere Stadterweiterungen vorgenommen.

In der oberen südwestlichen Stadthälfte zwischen der katholischen Dionysius- und der reformierten Kirche, liegt der mittelalterliche Stadtkern. Rechts und links des Stadtkerns befinden sich die Erweiterungen bis 1711, unten die Auslagen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die sogenannte Friedrichstadt, entstanden unter der Regierung Friedrichs II. des Großen. Die Hauptachsen – Hochstraße und Friedrichstraße – durchziehen den neuen Stadtteil. Kreuzende Straßen sind schachbrettartig quer dazu angelegt, so dass sich Krefeld als eine Idealstadt nach den Städtebaugesetzen des 18. Jahrhunderts darstellte.

1656 hatte der Mennonit Adolf von der Leyen in Krefeld das Seidengewerbe begründet. Das für Conrad van der Leyen erbaute Schloss ist außerhalb der Stadtmauern rechts an der Westseite der Friedrichstadt zu sehen. Es wurde später als Rathaus genutzt. Sein Bruder Johann residierte in einem klassizistischen Palais an der Friedrichstraße.

Literatur
  • Kat. d. Ausst. „Der Niederrhein. Zeichnungen, Druckgraphik und Bücher aus der Sammlung Robert Angerhausen“, Städtisches Museum Haus Koekkoek (4. April – 30. Mai 1993), bearb. v. Ursula Geißelbrecht-Capecki, hrsg. v. Städtischen Museum Haus Koekkoek, Kleve 1993, S. 252, Abb. S. 253, Nr. I 26
Material/Technik:
Maße:
Blattmaß 665 x 495 mm
Signatur/Beschriftung:
Beschriftung: PERSPECTIVISCHER GRUND=RIS VON CREIFELD. / Den Hochwohlgebohrnen Herren Conrad Friederich und Johann von der Leyen, / Sr. Koenigl. Majest. von Preussen wirklichen Geheimen Comercien Raethen, / Als denen um Creifelds Flor verdienten Patrioten und meinen hohen Gönnern, widmet / dieses der Verfasser D. Braches 1787. (bezeichnet unten Mitte links und rechts von einem Wappen)
Signatur: J. G. Huck fe. (bezeichnet unten rechts)
Geographischer Bezug:
Krefeld (Dargestellter Ort)
Kleve (Standort)
Creditline:
Museum Kurhaus Kleve – Sammlung Robert Angerhausen, Kleve, Deutschland
Kontakt:
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