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Zeichner*in und Kupferstecher*in (Ausführung): Hendrick Goltzius (1558 - 1617)

Historischer Titel: Margaretha Jansdochter (1549/50-1631), seit 1579 Ehefrau von Hendrick Goltzius

Datierung: 1580 (Herstellung)

Museum: Museum Kurhaus Kleve

Typ: Kunstwerk

Gattung: Graphik

Inventar Nr.: SAK 2082

Beschreibung

Auf dem vorliegenden, geradezu winzigen Kupferstich findet sich das Porträt von Goltzius’ Ehefrau „Margaretha Jansdochter“ (Spitzname ‘Grietgen’, 1549/50-1631) mit einem leicht angedeuteten, scheuen Lächeln auf den Lippen sowie einem liebevollen Blick, der ihm eine reizende Intimität verleihen. Margaretha ist auf dem Mikroporträt von der Brust aufwärts ersichtlich, das Gesicht in einer Dreiviertelansicht dem Betrachter zugewendet. Detailreich hält Goltzius die kleine Stupsnase, die großen, fragenden Augen, ja sogar die Muttermale seiner Frau auf dem Bildnis fest. Sie trägt eine verzierte Haube, die ihr Haar verdeckt, eine kunstvolle Halskrause und ein Kleid, dessen gepuffte Schulterpartien zu sehen sind. Die Ehe wurde 1579 geschlossen, als Goltzius einundzwanzig Jahre alt war und zwei Jahre zuvor nach Haarlem gekommen war, um bei dem niederländischen Graphiker Dirck Coornhert in der Lehre zu bleiben. „Grietgen“ war einige Jahre älter als ihr Ehemann und bereits verwitwet. Ihr erster Mann Adriaen Matham starb vermutlich bei der Befreiungsschlacht von Haarlem gegen die Spanier. Sie brachte ein bescheidenes Erbe mit in die Ehe. Sie war die Mutter eines Sohnes, Jacob Matham (1571-1631), den Goltzius als Lehrling ausbildete und der später die Werkstatt seines Stiefvaters übernahm. Das zierliche Porträt von „Grietgen“ ist von einem Oval begrenzt, oberhalb ihrer Schultern beginnt eine Rahmung, in der sich Betitelung und Datierung des Werks finden. Durch das spiegelbildliche Motto „In Lieden (Leiden) geduldich“ kann davon ausgegangen werden, dass es sich hierbei um den Abdruck eines gravierten Schmuckmedaillons aus Gold oder Silber gehandelt haben könnte.

Literatur
  • Auswahl- / Bestandskatalog „Mein Rasierspiegel – Von Holthuys bis Beuys“, hrsg. v. Guido de Werd im Auftrag des Freundeskreises Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V. aus Anlass der gleichnamigen Abschiedsausstellung des scheidenden Gründungsdirektors Guido de Werd im Museum Kurhaus Kleve (9. September 2012 – 13. Januar 2013), Kleve 2012, S. 525, Abb. S. 464, Nr. 6.38
  • Otto Hirschmann, Verzeichnis des graphischen Werks von Hendrick Goltzius 1558-1617, zweite Auflage, Braunschweig: Klinkhardt & Biermann 1976, Nr. 197
  • Kat. d. Ausst. „Hendrick Goltzius & Pia Fries: Proteus & Polymorphia“, Bestandskatalog der Kupferstiche von Hendrick Goltzius im Museum Kurhaus Kleve, bearb. v. Valentina Vlašić, hrsg. v. Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V. aus Anlass der gleichnamigen Ausstellung im Museum Kurhaus Kleve (8. Oktober 2017 – 11. Februar 2018), Kleve 2017, S. 241, Abb. S. 240, Nr. 52
  • Kat. d. Ausst. „Der Niederrhein. Zeichnungen, Druckgraphik und Bücher aus der Sammlung Robert Angerhausen“, Städtisches Museum Haus Koekkoek (4. April – 30. Mai 1993), bearb. v. Ursula Geißelbrecht-Capecki, hrsg. v. Städtischen Museum Haus Koekkoek, Kleve 1993
Material/Technik:
Kupferstich
Maße:
Bildmaß 42 x 31 mm
Blattmaß 44 x 33 mm
Signatur/Beschriftung:
Signatur: In lieden geduldich. AETATIS SVAE 30. A 1580. HGoltzius fecit. (bez. auf Schriftband hinter den Schultern, Schrift im Spiegelsinn)
Geographischer Bezug:
Kleve (Standort)
Haarlem (Entstehungsort)
Kleve (Standort)
Status:
Depot
Creditline:
Museum Kurhaus Kleve – Sammlung Robert Angerhausen, Kleve, Deutschland
Kontakt:
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