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Inventor*in (Werkstatt): Michiel Jansz. van Miereveldt (1567 - 1641)

Beschreibender Titel: Porträt des Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604-1679), u.a. des späteren Statthalters von Kleve

Datierung: 1636 (Herstellung)

Museum: Museum Kurhaus Kleve

Typ: Kunstwerk

Gattung: Gemälde

Inventar Nr.: 2008-I-I

Beschreibung

Johann Moritz von Nassau-Siegen ist abgebildet im Brustbild in einem Oval. Vermutlich hat Michiel Jansz. van Miereveldt Johann Moritz im Sommer 1636, kurz vor seiner Abreise nach Brasilien, porträtiert. Im Frühling hatte Johann Moritz den entscheidenden Angriff bei der achtmonatigen Belagerung auf die klevsche Festung Schenkenschanz, die 1635 überraschend von den Spaniern erobert worden war, geleitet. Als Anerkennung dafür setzte der niederländische Statthalter sich für die Ernennung des damaligen Hauptmanns der Kavallerie zum Gouverneur von Niederländisch-Brasilien ein: Die Zeit in Brasilien sollte für Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604-1679) den Anfang eines einzigartigen Aufstiegs in der europäischen Kulturgeschichte bedeuten.

Michiel van Miereveldt ist der bedeutendste Porträtmaler der ersten Jahrzehnte des 17. Jahrhunderts. Gebürtig aus Delft wurde er in Utrecht geschult. Nachdem er seine Werkstatt wieder nach Delft verlegt hatte, avancierte er, als er das Porträt des holländischen Statthalters Prinz Moritz von Oranien-Nassau malte, zum Star der holländischen Bildnismaler.
Vor allem für den Hof in Den Haag und die weitverzweigte statthalterliche Familie fertigte er zahlreiche Porträts, von denen es ihrerseits wieder sehr viele Wiederholungen und Repliken gibt. Diese wurden unter seiner Aufsicht in seinem Atelier von Assistenten und seinen beiden Söhnen Jan und Pieter angefertigt. Sein Schwiegersohn Willem Jacobsz. Delff (Delft 1580-1638) fertigte nach mehreren seiner Bildnissen Kupferstiche an. So auch von dem Porträt des Grafen Johann Moritz, das 1637, ein Jahr nach seinem Entstehen, herausgegeben wurde. Auf dem Kupferstich erscheint zum ersten Male die Devise des späteren klevschen Statthalters
„Qua patet orbis“ („Soweit der Erdkreis reicht“).

Das bis jetzt unbekannte Porträt zeigt den Grafen Johann Moritz als 32jährigen, willensstarken jungen Mann. Das Gemälde, das sich in einem sehr guten Zustand befindet (die Farboberfläche ist trotz des Alters noch tadellos erhalten), vermittelt einen sehr guten Eindruck der Persönlichkeit des Klevschen Statthalters.

Literatur
  • Kat. d. Ausst. „Soweit der Erdkreis reicht – Johann Moritz von Nassau-Siegen 1604–1679“, Städtisches Museum Haus Koekkoek (20. September – 11. November 1979), bearb. u. hrsg. v. Guido de Werd, Kleve 1979, Nr. B4
  • Auswahl- / Bestandskatalog „Mein Rasierspiegel – Von Holthuys bis Beuys“, hrsg. v. Guido de Werd im Auftrag des Freundeskreises Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V. aus Anlass der gleichnamigen Abschiedsausstellung des scheidenden Gründungsdirektors Guido de Werd im Museum Kurhaus Kleve (9. September 2012 – 13. Januar 2013), Kleve 2012, S. 393, Abb. S. 361, Nr. 4.5
Material/Technik:
Öl auf Leinwand, im vergoldeten Schmuckrahmen
Maße:
Bildmaß: oval 73 x 67 cm
Bildmaß: mit Rahmen oval 95 x 90 cm
Geographischer Bezug:
Kleve (Standort)
Status:
Depot
Creditline:
Museum Kurhaus Kleve – Dauerleihgabe des Freundeskreises Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V., erworben mit Hilfe des Lions Club Niederrhein und zweier privater Spenden
Kontakt:
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